Für Silvesterkinder und andere Randerscheinungen

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    An die Stifte, fertig, los!

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    Vor 20 Minu­ten hatte ich einen Krampf in der rech­ten Hand. Jetzt geht es wie­der. Eini­ger­ma­ßen zumin­dest, nur der Zei­ge­fin­ger wum­mert noch. Wis­st ihr warum? Ich wollte einen Brief schrei­ben. Per Hand. Das hat mich moto­risch aus der Bahn geworfen.

    Ich bin Jour­na­lis­tin, ein Medi­en­mensch. Ich tippe in Schwin­del erre­gen­dem Tempo SMS, ich bin in Face­book mit Men­schen aus neun Natio­nen befreun­det und ich weiß sehr wohl, dass es sich bei einem iPad nicht um ein Ome­lette han­delt. Und den­noch: Auf gar kei­nen Fall akzep­tiere ich Schmer­zen, nur weil ich mal mehr mit der Hand schreibe als eine Urlaubskarte. Das geht gegen meine Ehre.

    Als ich jung war haben sich schieß­lich Freund­schaf­ten am Schrei­ben ent­schie­den: Geha oder Peli­kan? Das war die erste Mar­ken­krise mei­nes Lebens und die habe ich sou­ve­rän gemeis­tert — und zum Lamy gegriffen.

    Ich habe wirk­lich aller­hand in Sachen Medi­en­ent­wick­lung erlebt. Das erste Tele­fon, an das ich mich erin­nere, war wald­grün und hatte eine Wähl­scheibe. Eine Wähl­scheibe! Und wenn man die nicht bis zum Anschlag durch­ge­zo­gen hat, dann ging da gar nix! Apro­pos nix: Ich kenne noch gelbe Tele­fon­häus­chen, in denen man wahn­sin­nig viel tun konnte, das nix, aber auch gar nix mit Tele­fo­nie­ren zu tun hatte. Aber es hat sau­mä­ßig Spaß gemacht!

    Meine inten­sivs­ten Som­mer­fe­ri­en­er­in­ne­run­gen sind die an den ZDF-Wunschfilm. Und damit natür­lich an den TED. Ja, die Abkür­zung TED hat durch­aus Bedeu­tung für mich: Tele­dia­log. „Ihr Anruf ist gezählt, bitte legen Sie auf“ – nie gehört? Herr­gott, wart ihr nicht im Krieg?

    1998 habe ich mir mit Hilfe mei­nes schwä­bi­schen Freun­des Ral­phi meine erste E-Mail-Adresse sel­ber ange­legt – im schlecht rie­chen­den Com­pu­ter­raum eines schwe­di­schen Stu­den­ten­wohn­heims. Und, zur Hölle, ich habe mich gefühlt, als würde ich einem Geheim­bund bei­tre­ten. Diese Mail­adresse habe ich immer noch, seit mitt­ler­weile 13 Jah­ren. Aber mit dem E-Mail-Quatsch ist jetzt Schluss. Ich muss meine Schreib­hand trainieren.

    • 15 April 2011
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    Alexandra Schröder ist Journalistin, Rheinhessin, Familienmensch, Kaffeejunky, Sookie-Stackhouse-Freundin, Tatort-Guckerin, Radlerin, Suppenguru, Winnetou-Schallplatten-Hörerin, WG-Bewohnerin, Weinnase, Theatergängerin, Rainer-von-Vielen-Fan, Briefeschreiberin, Tante, Magistra, Steinbock, Kinoliebhaberin, Blutspenderin, Mikrokreditgeberin, Landei, Fernreisende, Bibliotheksmitglied, Sporteventfan, Schokoesserin, Krimileserin - und Sil­ves­ter­kind.

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    Alexandra Schröder ist Journalistin, Rheinhessin, Familienmensch, Kaffeejunky, Sookie-Stackhouse-Freundin, Tatort-Guckerin, Radlerin, Suppenguru, Winnetou-Schallplatten-Hörerin, WG-Bewohnerin, Weinnase, Theatergängerin, Rainer-von-Vielen-Fan, Briefeschreiberin, Tante, Magistra, Steinbock, Kinoliebhaberin, Blutspenderin, Mikrokreditgeberin, Landei, Fernreisende, Bibliotheksmitglied, Sporteventfan, Schokoesserin, Krimileserin - und Sil­ves­ter­kind.

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